Fahrradwissen

E-Bike, Pedelec, E-Citybike – was ist eigentlich der Unterschied? Teil 2

Sarah Schwarz
Sarah Schwarz

Wusstest du, dass das beliebteste Elektrofahrzeug in Europa nicht das Auto, sondern das Fahrrad ist? Vom E-Mountainbike bis zum E-Lastenrad – so zahlreich die Einsatzgebiete, so vielfältig sind mittlerweile auch die E-Bike-Typen. Die Welt der E-Bikes wächst und eröffnet ganz neue Möglichkeiten. Im Folgenden haben wir uns diese Spezialisten genauer unter die Lupe genommen.


E-Mountainbike

Bauweise und Ausstattung eines E-Mountainbikes sind – wie bei unmotorisierten Mountainbikes – auf das Fahren im Gelände und auf grobem Untergrund ausgelegt, will heißen: sportliche Geometrie, stabiler Rahmen, breite Reifen, Federung, Scheibenbremsen.

Im E-MTB-Segment tut sich richtig viel: Für jedes Fahrkönnen und jeden Einsatzzweck gibt es das richtige Modell – ob Trail-, Cross-Country- oder Enduro-E-Bike. Die Motoren werden immer leichter und kleiner, was sich positiv auf die Fahreigenschaften von E-MTBs auswirkt und das Handling erleichtert. 

Seit 2020 bieten wir mit dem woom UP ein superleichtes und hochwertiges E-MTB für Kinder und Jugendliche von 7 bis 14 Jahren. Gerade für Familien, die in bergigen Gegenden zu Hause sind, kann ein E-Mountainbike schöne gemeinsame Ausflüge möglich machen, die sonst nur den fittesten Biker:innen vorbehalten sind. Mehr zum Thema E-Biken mit Kindern erfährst du hier.

 

E-Trekkingbike

Sportlich und umfassend ausgestattet, sind E-Trekkingbikes richtige Alleskönner – ob für Weltenbummler auf längeren Ausflügen oder für Pendler in der Stadt. Denn neben einem leichten, kraftvollen Akku haben Trekking-Pedelecs viele praktische Merkmale und Features: robuster Rahmen und stabile Laufräder, vorgeschriebene Vorrichtungen für den Straßenverkehr und Komfort-Ausstattung wie Schutzbleche und ausladende Gepäckträger, also ideal für Reisen und Einkäufe.

Das macht das E-Trekkingbike zum komfortablen und sicheren Begleiter im leichten Gelände, auf langen Touren und im Verkehr. Die Ausstattung bewirkt zwar ein höheres Gewicht. Dieses wird aber durch den starken Motor gut kompensiert.

 

E-Citybike

Die Mobilität der Zukunft? Elektrische Citybikes sind perfekt für den täglichen Gebrauch, um mühelos und staufrei von A nach B zu gelangen – ob für den Weg in die Arbeit oder zur Schule, für kurze Erledigungen in der Stadt oder für mittlere Distanzen am Land.

Passend zu ihrem Einsatzzweck sind E-Citybikes in der Regel mit einigen nützlichen Bauteilen wie Gepäckträger, Ständer und Schutzblechen ausgestattet. Da du mit dem E-Citybike primär im Straßenverkehr unterwegs bist, solltest du auf eine verkehrssichere Ausstattung achten. Was du dafür alles brauchst, kannst du hier nachlesen.


Elektro-Klapprad

Mit E-Klapprädern ist man in der Stadt immer auf der Überholspur. :) Diese flexiblen Bikes sind relativ leicht und lassen sich im Handumdrehen aus- und zusammenklappen. Somit können Elektor-Klappräder ohne Probleme in öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen oder im Auto verstaut werden, wenn du zum Beispiel nur einen Teil deines Arbeitsweges auf dem E-Bike zurücklegst.

 

Kompakt-E-Bike

Kompakt-E-Bikes lassen sich zwar nicht zusammenklappen, aber dank des verstellbaren Lenkers und der einklappbaren Pedale sind sie dennoch sehr platzsparend und wie gemacht für Stadtwohnunges und den Transport im Auto, Bus oder in der Bahn. Im Unterschied zum Klapprad bieten Kompakt-E-Bikes zudem den Vorteil, dass sich die Höhe des Vorbaus und die Sattelstütze verstellen und individuell an verschiedene Körpergrößen anpassen lassen – Fahrspaß für die ganze Familie!

 

E-Lasten-/Transportfahrrad

Sozusagen das optische Kontrastprogramm zum E-Klapprad und Kompakt-E-Bike. Mit ihren ausladenden Gepäckträgern und Transport-Boxen eignen sich E-Lastenräder ideal, um schwerere Dinge, Einkäufe oder auch den Nachwuchs zu befördern – in einigen Transporträdern können bis zu drei kleine Passagiere Platz nehmen. Als E-Variante kommst du mit diesem schweren Rad plus den vielen Kilos Zuladung natürlich deutlich leichter vom Fleck – der perfekte Zweitwagenersatz! Dieses Potenzial wurde bereits in vielen Städten erkannt und so werden bereits verschiedene Förderprogramme angeboten. Informiert euch am besten in eurem Land über mögliche Förderungen!

 

E-Rennrad

Der E-Bike-Trend ist nicht zu bremsen und macht auch vor dem guten alten Rennrad-Segment nicht Halt. 2019 hat ein richtiger Boom eingesetzt und heute haben fast alle bekannten Hersteller Elektro-Rennräder in ihrem Programm. Genauso wie bei ihren unmotorisierten Vorbildern stehen bei E-Rennrädern die sportlichen Fahreigenschaften im Vordergrund, die durch eine möglichst leichte und aerodynamische Bauweise garantiert wird. Trotz der zusätzlichen Kilos durch Motor und Akku sind einigen Anbietern erstaunliche Leichtgewichte mit nur 10 bis 16 kg gelungen. Bei vielen Modellen lässt sich bei Bedarf die Akku-Motor-Einheit ausbauen und nochmal ein paar Kilos einsparen.

Aber was nutzt ein Motor bei den ohnehin schnellen Rennrädern?
Ein großer Vorteil ist, dass du den Antrieb temporär zuschalten kannst, also dann, wenn du ihn brauchst: Auf geraden Strecken wird selbst in die Pedale getreten und nur bei steilen Anstiegen lässt du dich vom E-Antrieb unterstützen, um die hohe Geschwindigkeit besser zu halten. So kommt auch die sportliche Komponente nicht zu kurz. Auch wenn der Motor gesetzeskonform ab 25 km/h abriegelt, lässt sich das Rennrad problemlos weiter beschleunigen, weil der Motor keinen Widerstand beim Treten leistet. So wird das Rennrad-Feeling nicht getrübt.
Nicht zuletzt ist die Beschleunigung aus dem Stand enorm.

Ergebnis: Als sportliche:r Radfahrer:in kannst du dein Training noch individueller und effizienter gestalten, weil du durch die unterschiedlichen Unterstützungsstufen flexibel auf das Strecken-Profil reagieren kannst. So musst du nicht die Route nach dem gewünschten Training auswählen und kannst zudem längere Distanzen zurücklegen. Wie bei E-MTBs lassen sich mithilfe des Motors natürlich auch Leistungsunterschiede ausgleichen.

 

E-Gravelbike

„Gravel“ bedeutet auf Deutsch Schotter, was schon vermuten lässt, dass E-Gravelbikes nicht nur auf glattem Asphalt zu Hause sind. Ausgestattet mit breiteren, profilierten Reifen, einem stabilen und dennoch leichten Rahmen sowie hydraulischen Scheibenbremsen kannst du mit diesen Rennrädern auch auf Schotter und Waldwegen richtig viel Spaß haben. Der E-Antrieb macht die Räder zu richtigen Asphalt-Rasern. Einige Hersteller bieten die Bikes mit fixem Zubehör wie Schutzblechen und Gepäckträger an. So verwandelt sich das Freizeitrad in das ideale Alltagsrad für den Weg in die Arbeit – kurzum richtige Alleskönner.


Ob mit oder ohne Antrieb, wir wünschen euch viel Spaß auf euren gemeinsamen Radabenteuern!