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Offroad: Wie steht’s um dein Mountainbike-Wissen? – Teil 1 (Trails)

Sarah Schwarz
Sarah Schwarz

In der Mountainbike-Szene hat sich in den letzten Jahren richtig viel getan. Neben den immer ausgereifteren Mountainbike-Technologien entstehen zunehmend Mountainbike-Strecken mit vielseitigen Hindernissen. Die Mountainbiker haben sogar ihre eigene Fachsprache entwickelt. Dabei verwenden sie überwiegend Begriffe aus dem Englischen. Damit ihr und eure Kids am Trail mitreden könnt, geben wir euch hier einen Überblick über das Trailfahren.

Ab auf den Trail!

Asphaltierte Straßen lassen das Mountainbike-Herz nicht wirklich höher schlagen. Mountainbiker cruisen am liebsten offroad, also auf Strecken abseits von befestigten Straßen. Schotterwege, Waldwege und vor allem Trails sorgen für die gesuchte Abwechslung und stillen das Bedürfnis nach Herausforderung, Naturerlebnis und Abenteuer.

Welcher Trail passt zu euch und euren Kids? Findet es heraus in unserem kleinen Trail-Guide

  • Trails: Das Ultimative für Mountainbiker! Die schmalen Mountainbike-Pfade gibt es in verschiedenen Ausführungen je nachdem, ob sie ursprünglich alte Wanderwege sind, von Hand oder maschinell errichtet wurden. Der Untergrund ist teilweise nicht fest und euer Kind muss mit verschiedenen Hindernissen rechnen. Ähnlich wie bei Skipisten werden MTB-Strecken in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade eingeteilt und farblich gekennzeichnet: leicht (blau) – mittel (rot) – schwierig (schwarz). Daran kann sich euer Kind gut orientieren und einschätzen, ob die Strecke seinem Können entspricht.
  • Single Trails: Auf diesen schmalen Wegen muss euer Kind stets mit Wurzeln, Steinen, Stufen und Spitzkehren rechnen. Es erkennt Single Trails an der gelben Kennzeichnung, wobei hier auch immer eine Schwierigkeitsklasse angegeben ist: sehr leicht (grün) – leicht (blau) – mittelschwer (rot) – schwierig (schwarz). Je nach Schwierigkeitsgrad sind natürlich ein entsprechendes Maß an technischem Fahrkönnen, Ausdauer und Erfahrung erforderlich, damit euer Nachwuchs die Hindernisse sicher bewältigen kann. Wer fleißig übt, wird auf Single Trails jedenfalls belohnt – mit vielseitigen Abfahrten und jeder Menge Action. Ein wahres Single Trail Paradies, auch für Kinder, findet ihr in Pod Smrkem (Tschechien): https://podsmrkem.singltrek.cz
  • Flow Trails: Diese Mountainbikewege werden in der Regel maschinell gebaut und haben meist ein moderates Gefälle, teilweise mit kleinen Sprüngen. Ihr Design ist spielerisch, vorhersehbar und berechenbar. So lassen sich Flow Trails schön fließend und ganz geschmeidig in einem Zug durchfahren, ohne anhalten zu müssen. Diese Trails sind also tendenziell einfacher zu fahren und daher für Einsteiger und Kinder ideal, so etwa der Fischbacher Trail im Siegerland (Deutschland): https://www.siegen-guide.de/sport/10612/
  • Downhill Trails: Die Strecke führt permanent bergab und ist mit kniffligen Hindernissen versehen, wie Bodenwellen, losen Steinen, Wurzelpassagen, hohen Stufen und weiten Sprüngen. Eine ausgefeilte Technik und körperliche Fitness sind hier ein Muss.
  • Uphill Trails: Bergauf ist das neue bergab! Bergauf-Strecken werden immer beliebter und das Angebot wächst. Dem E-MTB sei Dank lassen sich nun sogar technisch anspruchsvolle Uphills meistern, so zum Beispiel der Mostalm-Trail im Wiener Wald (Österreich) https://www.wienerwaldtrails.at/shared/mostalm-trail/
    Aber Achtung: Selbst wenn es mit dem E-Bike theoretisch möglich ist, sollten eure Kids niemals auf einem ausgewiesenen Downhill Trail bergauf radeln. Wie oben beschrieben, müssen sie hier mit rasantem Gegenverkehr rechnen. 
  • Shared Trails: Diese ausgeschilderten Wege dürfen sowohl von Mountainbikern als auch Wanderern in beiden Richtungen, also bergauf wie bergab, genutzt werden. Oberste Priorität ist somit gegenseitiger Respekt, das heißt als Mountainbiker sollte man nicht mit maximaler Geschwindigkeit um die Kurve krachen. Diese gemeinsamen Strecken sind dementsprechend auch als Fairplay-Strecken ausgewiesen.
  • Chicken Ways: Das sind einfachere Strecken, auf denen euer Kind heikle Passagen ganz einfach umfahren kann.
  • Verblockt: Trails sind verblockt, wenn sie aus mehreren Stufen und Absätzen mit unterschiedlichen Höhen aufgebaut sind.

Bevor es ab auf die Trails und ins Outdoor-Abenteuer geht, sollte euer Nachwuchs auf jeden Fall einige Stunden auf dem Mountainbike verbracht haben. Zu den absoluten Voraussetzungen zählen die Grundhaltung auf dem Rad, die richtige Bremstechnik sowie ein gewisses Maß an körperlicher Fitness. Welche Ausrüstung ihr und euer Kind auf jeder MTB-Tour dabei haben solltet, könnt ihr hier in unserer Checkliste nachlesen.

Bleibt dran! Alles zum Thema Bikeparks findet ihr in unserem Blog Mountainbike-ABC , wo wir uns das Eldorado für Mountainbiker genauer unter die Lupe nehmen.