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Fahrradalltag

Neujahrsradeln: Lasst uns die Radsaison einläuten!

Radfahren mitten im Winter? Warum nicht! Kühle Temperaturen bedeuten keinesfalls den Verzicht auf eure geliebten Räder. Das sehen auch immer mehr Kinder und Erwachsene so.

Wenn sich warm eingepackte, kleine und große Radler*innen pünktlich zum Jahresbeginn auf den Sattel schwingen, sind sie mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit im Zeichen des Neujahrsradeln unterwegs.


Worum geht’s beim Neujahrsradeln?


Jedes Jahr am 1. Januar lädt die Radlobby Österreich, ein Bundesverband aus nationalen Alltags-Radverkehrsorganisationen, zu verschiedenen Treffpunkten in ganz Österreich ein, um die neue Radsaison feierlich mit einer Ausfahrt einzuläuten. Das Neujahrsradeln hat mittlerweile in vielen Städten und Gemeinden Tradition und soll zeigen, dass das Fahrrad das ganze Jahr über Saison hat und Spaß macht – egal ob in der Freizeit oder als klimafreundliches Verkehrsmittel, ob bei Sonnenschein, Nieselregen oder Schnee. Hier erfährst du mehr über diese bundesweite Aktion.

Auch wenn dieses Jahr aufgrund der Pandemie erneut keine Veranstaltungen und Gruppenfahrten möglich sind, kannst du ein Zeichen setzen und mit einer kleinen Ausfahrt mit deiner Familie und deinen Kindern die Radsaison eröffnen…


Anleitung zum Neujahrsradeln mit Familie und Kindern


Ein Radausflug mit Kindern will gut vorbereitet sein. Das gilt umso mehr im Winter. Mit ein paar wichtigen Add-ons an euren Bikes und der passenden Kleidung kann Radfahren bei Schmuddelwetter sogar genauso viel Spaß machen wie in den Sommermonaten. Wie du eure individuelle Neujahrsausfahrt am besten planst und auf was ihr unterwegs besonders achten müsst, haben wir hier kompakt für dich zusammengestellt:


1. Mach die Räder winterfit


Die wichtigste Voraussetzung für einen gelungenen Neujahrs-Radausflug ist ein winterfestes Bike. Eine gute Beleuchtung ist gesetzlich vorgeschrieben und sorgt dafür, dass dein Kind sichtbarer für andere Verkehrsteilnehmer*innen ist – das ist gerade an grauen Wintertagen und bei Dämmerung extrem wichtig. Was genau zu einem verkehrssicheren Bike dazu gehört, zeigen wir dir in diesem Video. 

Bei feuchtem Wetter kannst du zusätzlich Schutzbleche montieren, um dein Kind vor Spritzwasser zu schützen. Unsere praktischen SNAP Steckschutzbleche lassen sich werkzeugfrei an- und abstecken und umschließen den Reifen sowohl seitlich als auch radial.


Hast du den Sicherheitscheck gemacht? 


Bevor du dich zur ersten Radtour des Jahres mit deinem Kind aufmachst, solltest du eure Räder einem kleinen Sicherheitscheck unterziehen. Mit einem gut gewarteten Rad ist dein Kind nicht nur sicher unterwegs, sondern hat auch mehr Spaß beim Fahren. 

So geht’s:

Schrauben, Bremsen, Luft

1.) Schrauben: Kontrolliere, ob alle Befestigungsschrauben bzw. Schnellspanner ausreichend festgezogen sind. Wichtige Verschraubungen befinden sich am Lenkervorbau, an den Laufrädern und am Sattel

2.) Bremsen: Durch den Schmutz im Winter verschleißen die Bremsbeläge schneller. Außerdem kann es bei starken Temperaturunterschieden vorkommen, dass sich Kondenswasser in den Schaltzughüllen sammelt, gefriert und die Bremsen blockiert. Überprüfe daher, ob die Vorder- und Hinterradbremse einwandfrei funktionieren: Ziehe dazu ein paar Mal die Bremshebel, drehe am Vorder- bzw. Hinterrad und beobachte, ob die Bremsen eine gute Bremswirkung erzielen und nicht schleifen. Kontrolliere auch die Dicke der Bremsbeläge – sind die Rillen auf den Belägen nicht mehr zu sehen, ist es Zeit, sie zu ersetzen.

3.) Luft: Die Reifen sollten ein gutes, nicht abgefahrenes Profil haben und mit ausreichend Luft versorgt sein – der minimale und maximale Luftdruck ist an den Reifenflanken angegeben. Im Winter kannst du dich am unteren Wert orientieren, da der Reifen bei einem niedrigeren Luftdruck mehr Auflagefläche und somit eine bessere Bodenhaftung hat. Prüfe die Reifen auf äußere Beschädigungen und Fremdkörper.


2. Wähle die richtige Bekleidung


Die passende Bekleidung für die Neujahrsausfahrt sollte hell und nicht zu warm, aber natürlich auch nicht zu kalt sein. Denn jedes Kind hat ein anderes Temperaturempfinden und nicht jeder Wintertag ist gleich – manchmal ist die Luft im Winter kristallklar und eisig, andere Tage sind grau und nebelverhangen und dafür oft etwas wärmer. Mach daher einen kleinen Temperaturtest auf dem Balkon oder lehne dich kurz aus dem Fenster. Bedenke zudem, dass dein Kind beim Radeln in Bewegung ist – unter zu dicker Kleidung kann es schnell zu einem Hitzestau kommen. Generell bewährt sich das Zwiebel-Prinzip, also mehrere dünne Kleidungsschichten zu tragen, so kann sich dein Kind jederzeit der Wettersituation anpassen. Und natürlich eine dünne Mütze unter dem Helm, ein Schlauchtuch sowie Handschuhe – denn der Kopf, die Ohren und der Nacken sind beim Radfahren besonders der Kälte und dem Wind ausgesetzt.

Tipp:

Pack am besten eine zusätzliche Lage, beispielsweise einen Pullover, für Pausen oder schattige Passagen ein.


Beim Radfahren im Winter spielt Sichtbarkeit eine wichtige Rolle. Neben der vorgeschriebenen Beleuchtung am Rad solltest du dein Kind durch helle Kleidung so sichtbar wie möglich machen. Reflektierende Aufdrucke auf Kleidung und Zubehör sowie reflektierende Sticker, wie unsere GLAM Sticker, sorgen für zusätzliche Sichtbarkeit an grauen Wintertagen. 


3. Passe die Route an die Jahreszeit an


Wähle eine gewohnte, nicht zu lange und möglichst sonnige Strecke aus – oder noch besser die Lieblingsroute deines Kindes. Bekannte Wege sind in der Regel besser planbar für dich und geben deinem Kind mehr Sicherheit, gerade bei winterlichen Wetter- und Straßenbedingungen. Bedenke auch, dass die Tage noch kurz sind – startet daher nicht zu spät. Bei Schönwetter empfiehlt sich eine Ausfahrt rund um die Mittagszeit, wenn die Sonne am höchsten steht. Dabei wird der Körper gleich mit einer Extraportion vom wertvollen “Sonnenvitamin" D versorgt.


4. Passt euren Fahrstil an


Kälte und Frost, Wind und Schnee – beim Radfahren im Winter herrschen besondere Verhältnisse, die eine erhöhte Sturzgefahr mit sich bringen: 

  • Schattige Stellen können noch gefroren und somit glatt sein. 
  • Laub, Bodenmarkierungen, Schienen und Kopfsteinpflaster sind bei Nässe besonders rutschig.
  • Auf nassem Untergrund ist der Bremsweg länger und in Kurven kann dein Kind schneller ins Rutschen geraten. 

Mach dein Kind vor und auch während der Ausfahrt auf diese Gefahrenstellen aufmerksam und erkläre ihm, wie es darauf reagieren sollte, um einen Sturz zu vermeiden: 

  • Generell gilt es, vorsichtiger zu fahren und das Tempo an die Fahrbahnverhältnisse anzupassen.  
  • Bei Glätte nicht in Kurven treten und bremsen. Im Fall des Falls empfiehlt sich, frühzeitig und dosiert zu bremsen.
  • Der längere Bremsweg lässt sich durch eine vorausschauende Fahrweise und ausreichend Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmer*innen kompensieren.

 

Denk daran: Sicherheit geht vor! Bei Glätte, Schnee und starken Minusgraden solltet ihr die erste Radausfahrt im Neuen Jahr lieber verschieben und es euch Zuhause gemütlich machen.


Wir wünschen euch viel Vergnügen bei eurem ersten Radauflug im neuen Jahr – so sportlich und aktiv wie ihr es beginnen werdet, kann es nur ein gesundes und gutes neues Jahr werden!


Übrigens: Warum Radfahren auch bei kühleren Temperaturen gesund für dein Kind ist und wie du dein Kind vor Erkältungen schützt, haben wir Allgemeinmedizinerin Dr. Katrin Baumgartner gefragt. Hier liest du ihre Tipps!