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Fahrradalltag

Bereit für Wellen, Spiralen und Rüttelpisten?

Im Radmotorik-Park in Wien Kaisermühlen können Kinder spielerisch ihre Fahrtechnik verbessern und sich im geschützten Rahmen austoben.

Letztes Update 20. Juli 2022

Teresa Arrieta

Theo, sieben Jahre Jahre, stolzer Besitzer eines woom ORIGINAL 4, fährt mit zusammengepressten Lippen durch den großen schwarzen Krater und bremst hart an der Oberkante. „Manchmal kann ich sehr schnell hochfahren und einen halben Meter weit springen”, sagt er stolz.  

 

Bunter Parcours

Der Herbstwind bläst, die Sonne strahlt, wir befinden uns im Fahrrad-Motorikpark in Wien Kaisermühlen, einem lang gestreckten Freizeitgelände nahe der Reichsbrücke. Der Radmotorikpark ist ein abwechslungsreicher Parcours aus bunten Bodenwellen, Rampen zum Abspringen, Stahlbrücken zum Drüberrattern und Slalomsäulen zum Herumkurven. Kinder und Jugendliche finden hier das perfekte Gelände vor, um ihre fahrtechnischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und aufzufrischen. Und sie machen – wie unser Lokalaugenschein zeigt – von dieser Möglichkeit intensiven Gebrauch.

 

Cool sein üben

„Hier kann man Straßenverkehr üben und sich gut fühlen”, sagt Theo, der seit der Eröffnung des Bikeparks im September 2020 mehrmals pro Woche mit seiner Mama kommt. Gerade schaut er einem Jugendlichen zu, der über die höchste Rampe segelt. „Der springt und dreht sich, den find ich cool”, sagt Theo. „Ich übe das beim schwarzen Krater und stell mir vor, wie ich sogar Stufen runterspringe.” Er überlegt, wie hoch die Rampe wohl mit dem Schullineal gemessen ist und zieht es dann vor, die kleinere zu nehmen: auch hier ein Sprung mit viel Anlauf, „ein halber Meter war das sicher.”

 

Asphaltboden und Stahlrampen zum Balancieren

Europaweit sind in den letzten Jahren auf Initiative von Zivilgesellschaft und Radcommunities Konzepte für Radübungsplätze entstanden. Der Bikemotorikpark Donaustadt orientiert sich an dänischen Vorbildern und geht auf ein Konzept des Wieners Alec Hager zurück, das 2017 beim Ideenwettbewerb der Wirtschaftsagentur Wien ausgezeichnet wurde. Die Bezirksvorstehung Donaustadt und die Mobilitätsagentur Wien unterstützten die Errichtung des Geländes mit 17 Stationen und einem Pumptrack (ein Parcours mit kleinen Wellen und Steilwandkurven, der durch Be- und Entlasten von Vorder- respektive Hinterrad – auch „pumpen” genannt – befahren wird). 

 

Radfahrer*innen rechnen rascher

Der leuchtend bunte Radmotorikpark ahmt Situationen im Straßenverkehr nach.  Er bietet Engstellen, Kurven, Bremsvorgaben und verschiedene Bodenbeläge: Asphalt, Holzlattenuntergrund, Steinwege und sogar Straßenbahnschienen, um Fahrradfertigkeiten zu entwickeln.  Die Pädagogin Hanna Schwarz, die in der Nähe wohnt, kommt mit ihren zwei Kindern fast täglich hierher. „Wenn Kinder viel zu Fuß gehen und Rad fahren, verbessern sich Körperwahrnehmung und Raumorientierung”, sagt Schwarz. „Dadurch tun sie sich dann leichter in Mathematik, das hängt nämlich zusammen”. 


Selbstsicherheit im Straßenverkehr gewinnen

Schwarz ist nicht nur Pädagogin für sensorische Integration sondern auch eine in Wien wohlbekannte Rad- und Zufußgeh-Aktivistin. Bewegung im Freien ist eine wichtige Voraussetzung für die kognitive Entwicklung bei Kindern, erklärt sie. In diesem Sinn hätten Anlagen wie der Motorikpark in mehrfacher Hinsicht große Bedeutung. „Kinder wollen selbstständig sein und gewinnen an Selbstwertgefühl, wenn sie sehen, was sie alles alleine schaffen”, sagt Schwarz. Sie setzt sich dafür ein, dass Kinder früh lernen, Alltagswege in die Schule per Rad oder zu Fuß zurückzulegen. „An einem Platz wie hier lernt mein Sohn, Gefahrensituationen zu üben und kann sie dann im realen Verkehr leichter meistern.”  

 

Radtrainer*innen am Wochenende

An diesem strahlenden Sonnentag ist auch ein Papa mit seiner vierjährigen Tochter gekommen. Er steht bei einer vergnügten Elterngruppe, der Park ist zum neuen Treffpunkt für Familien im Grätzl geworden. Marie hat kürzlich ihr erstes Fahrrad mit Pedalen bekommen. Sie hat hier nach dem ersten Corona-Lockdown Radfahren gelernt, berichtet er. „Zuvor wollte sie sich nie auf ein Rad setzen, aber hier, der Platz und die vielen Kinder, das hat ihr eben Spaß gemacht.” Jede Kurve ein Abenteuer. Seit der Eröffnung Ende September ist der Bikemotorikpark gut angenommen und stark frequentiert. Am Wochenende stellt die Stadt Wien Rad-Trainer*innen zur Verfügung, die zu bestimmten Zeitfenstern mit den Kids Gruppenübungen machen. Auch Räder und Helme stehen zum Ausleihen bereit. 

 

Ideal zum Austoben für Klein und Groß

Bewegung im Freien macht Spaß und hält gesund. Der Motorik-Park ist sowohl für jüngere Kids ideal, um überschüssige Energie abzubauen, als auch für die Großen, um frische Luft nach einem anstrengenden Schultag zu tanken und sich fit zu halten. Aber auch Kids, die länger nicht Rad gefahren sind, finden hier eine sichere Umgebung für kleine Fahrtechnik-Übungen, wie Zielbremsen, Slalomfahren und viele mehr.
So viel sportliches Vergnügen braucht zwischendurch Verschnaufpausen. Theo hat sich nun hingesetzt, um sein Jausenbrot zu essen. „Bald schaff ich die höchste Schanze da vorne”, ist er zuversichtlich. 


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PS: Weitere Informationen zu den Stationen und Nutzungsregeln findest du hier


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