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Maximaler Fahrspaß mit dem passenden Mountainbike

Sarah Schwarz
Sarah Schwarz

Sieben Anforderungen, die ein Kinder-Mountainbike unbedingt erfüllen sollte

Leichter, robuster, agiler und sicherer – auf das kommt es an, damit Kinder und Jugendliche lange Freude am Mountainbiken haben. Die technischen Entwicklungen sind rasant und gerade im Kinderbereich tut sich viel. Wenn du jetzt planst ein neues oder vielleicht sogar das erste Kinder-Mountainbike zu kaufen, fragst du dich vermutlich, welches Bike das richtige ist und auf welche Features es bei einem Mountainbike für Kinder wirklich ankommt?
Um dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir hier die sieben wichtigsten Anforderungen an ein Kinder-Mountainbike kompakt für dich zusammengestellt.

Die erste gemeinsame Mountainbike-Tour mit dem Nachwuchs zu drehen, ist ein besonderer Moment. Dafür braucht es das richtige MTB, das dein Kind fürs Mountainbiken begeistert und den Einstieg ins Gelände so einfach wie möglich zu gestaltet – denn ein sicheres Gefühl und erste Erfolge auf dem Rad sind die Voraussetzung für einen nachhaltigen Spaß beim Biken. 

Was heißt das nun genau?

Das perfekt passende Mountainbike muss nicht nur auf die speziellen Bedingungen im Gelände abgestimmt sein, sondern auch den kindlichen Bedürfnissen gerecht werden.

1. Gewicht

Je leichter, desto besser! Das Gewicht ist der erste wesentliche Faktor beim Mountainbiken und macht einen richtig großen Unterschied bei Kinder-Bikes. Dies wird besonders anschaulich im Vergleich mit Erwachsenen und ihren Fahrrädern: 

Ein Erwachsener mit 75 kg Körpergewicht fährt ein Bike mit durchschnittlich 12 kg. Das sind gerade mal rund 16 % seines Körpergewichtes. Betrachtet man ein 6-jähriges Kind mit ca. 20 kg: Ein gängiges 20-Zoll Bike wiegt rund 10 kg, also ganze 50 % des eigenen Körpergewichtes, was die Freude am Mountainbiken mal schnell trüben kann.

Kinder müssen ihr MTB schließlich nicht nur vorwärtsbewegen, sondern auch schieben, aufheben und halten. Ein zu schweres Bike macht Wurzeln oder Hügel unüberwindbar und ist daher ein echter Spielverderber, auch für die Eltern, die dann schon mal aushelfen müssen. Damit der Spaß mitfährt, sollte das Kinder-Mountainbike nicht mehr als 35 % bis 40 % des Körpergewichtes ausmachen.

 

2. Größe

Kinder brauchen ein passgenaues Bike. In ein Rad wächst man nicht rein, wie in eine zu groß gekaufte Hose. Die entscheidenden Faktoren für die richtige Rahmenhöhe sind Körpergröße und Fahrkönnen. Das Rad passt, wenn das Kind bei Mindestsattelhöhe den Boden mit den Füßen bequem erreichen kann und es im Stehen mit dem Rad zwischen den Beinen, noch ausreichend Luft hat (in etwa eine gute Hand breit), um sich mit dem Schritt nicht am Oberrohr zu stoßen, wenn es einmal etwas abrupt absteigen muss. 

3. Ergonomie

Das Bike und seine Komponenten sollten speziell auf Kinder und ihre Anatomie zugeschnitten sein. Die Geometrie richtet sich natürlich nach dem vorrangigen Einsatzbereich im Gelände. Mountainbike-Neulinge haben meistens noch keine genauen Ansprüche und Vorlieben, daher ist ein guter Alleskönner gefragt. Diese Parameter sollte man beachten:

  • Die Rahmengeometrie sollte ein sportliches Fahrverhalten sowie ein einfaches Auf- und Absteigen ermöglichen. Es ist wichtig, dass Kinder in jeder Situation, gerade im steilen Gelände oder bei einem plötzlichen Stopp, problemlos und schnell absteigen können. Zusätzlich sorgen ein tiefer Schwerpunkt und langer Radstand für eine gute Balance und ein sicheres Handling.
  • Der Vorbau ist ein zentrales Feature am Bike – mit keinem anderen Teil kann die Körperhaltung und Lenkgeometrie so stark beeinflusst werden. Zusätzlich hat ein verstellbarer Vorbau bei Kindern den Vorteil, dass die Lenkerhöhe verändert und das Rad damit bis zu einem gewissen Grad an das wachsende Kind angepasst werden kann.
  • Der Sattel ist einer der wichtigsten Kontaktpunkte zwischen Kind und Rad und entscheidend für das Feeling beim Fahren. Er sollte zum kindlichen Beckenknochen passen und für eine leicht gestreckte Sitzhaltung sorgen.
  • Das Cockpit muss auf eine ergonomische Bedienung ausgelegt sein, sprich auf Kinderhände mit kurzen Fingern und geringer Handkraft. Die Lenkergriffe sollten einen kleinen Durchmesser haben und guten Grip bieten. Zudem sind leicht erreichbare bzw. verstellbare Brems- und Schalthebel Pflichtprogramm bei Mountainbikes.


4. Reifen

Die Reifen bei einem Mountainbike zeichnen sich durch Breite und Profil aus. Ein grobstolliges Profil bringt mehr Grip, um sicher auf holprigen Wegen und im steilen Gelände unterwegs zu sein. Großvolumige Reifen haben eine größere Auflagefläche und sorgen dadurch für zusätzlichen Grip und Sicherheit. Außerdem können sie auch mit weniger Luftdruck gefahren werden und bieten so einen geringen Rollwiderstand und eine bessere Dämpfung.

 

5. Gabel

Hier steht man meist vor der Wahl: Starrgabel oder Federgabel?
Nicht jedes Kind benötigt zu Beginn schon eine Federgabel. Durch eine leichte Starrgabel, wie die Carbon-Gabel bei unserem woom OFF, können bei Kinderbikes wichtige Kilos eingespart werden – gut so! Denn damit haben jüngere Kinder erfahrungsgemäß mehr Fahrspaß als mit einem schwereren Bike mit Federgabel. Außerdem können gerade jüngere und schmal gebaute Kinder das Potenzial einer Federung meist gar nicht richtig nutzen. Hier sorgen die oben beschriebenen großvolumigen Reifen mit entsprechend niedrigem Druck für ausreichend Federung. 

 

6. Bremsen

Gute Bremsen sind ein absolutes Must-have! Im Gelände wird den Bremsen schon mal richtig viel abverlangt. Aber auch die geringe Handkraft von Kindern darf nicht unterschätzt werden. Aus diesem Grund empfiehlt sich vor allem ein Bremsentyp: hydraulische Scheibenbremsen. Sie sind leicht zu bedienen, hervorragend dosierbar und erzielen mit wenig Handkraft eine hohe Bremsleistung, sogar bei Nässe und auf matschigen Wegen.

 

7. Schaltung

Im Gelände ist ein zackiges und präzises Schalten auf Knopfdruck erforderlich. Während früher die Anzahl der Gänge bei Mountainbikes wichtig war, ist heute weniger meist mehr. So sind momentan Schaltungen mit einem Einfach-Kettenblatt sehr beliebt. Für Kinder ist das absolut ausreichend und hat den Vorteil, dass die Schaltfolge intuitiver und einfacher ist, weil die Kette vorne auf einem Blatt bleibt. Nebenbei spart man Gewicht und das lästige Einstellen des Umwerfers entfällt. So oder so solltest du überprüfen, ob das Schaltwerk leichtgängig werkelt und die Gänge präzise und geräuscharm einrasten.


Das perfekt passende Bike ist also die Summe vieler, kleiner Details, die wie Puzzleteile ineinander passen und den Unterschied machen – für maximalen Spaß auf dem Bike. Und das ist schließlich das Wichtigste! 

Tipp:

Möglichst variable Einstellmöglichkeiten für Sattel, Lenker und Vorbau machen das Bike langfristig und nachhaltig nutzbar.

 

Kann mein Kind sein Mountainbike auch im Straßenverkehr benutzen?

Generell sind bei Mountainbikes nicht alle verkehrssicheren Teile fest verbaut. Soll das Mountainbike auch im Straßenverkehr genutzt werden, seid ihr beispielsweise in Österreich gesetzlich dazu verpflichtet, das Fahrrad mit einer Klingel und entsprechender Beleuchtung vorne und hinten sowie Reflektoren auszustatten. Sinnvolle (nicht gesetzlich vorgeschriebene) Nachrüstungen sind außerdem Schutzbleche und ein Fahrradständer. Mehr zum Thema Radfahren mit Kinder im Straßenverkehr erfährst du in diesem Video.

Falls du noch auf der Suche nach der passenden Bike-Ausrüstung für dein Kind bist, lohnt sich ein Blick in unser Zubehör, das perfekt auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt ist.