Laufrad oder StĂŒtzrad?
Mit dem Laufrad lernt dein Kind spielerisch das Gleichgewicht zu halten â und der Umstieg aufs Fahrrad wird zum Kinderspiel. StĂŒtzrĂ€der hingegen verzögern diesen magischen Moment und machen den Ăbergang oft komplizierter.


Die meisten von uns haben ihre ersten Radfahrversuche mit wackeligen StĂŒtzrĂ€dern gemacht. Doch heute gibt es eine viel bessere Methode, um Kinder auf das Fahrradfahren vorzubereiten: Das Laufrad hat sich lĂ€ngst als Alternative zu StĂŒtzrĂ€dern durchgesetzt.
Aber warum sind LaufrĂ€der der ideale Einstieg ins Radfahren? Und warum solltest du deinem Kind besser kein Fahrrad mit StĂŒtzrĂ€dern kaufen?
Auf den Punkt gebracht: Mit einem Laufrad lernt dein Kind spielerisch die wichtigsten Grundlagen fĂŒrs Fahrradfahren â Gleichgewicht und Koordination â und hat dabei jede Menge SpaĂ!
StĂŒtzrĂ€der hingegen sind sogar kontraproduktiv: Sie verhindern, dass dein Kind das Gleichgewicht trainiert, und fördern BewegungsablĂ€ufe, die es spĂ€ter mĂŒhsam umlernen muss.
Die Vorteile des Laufrades
- Klein und leicht: LaufrĂ€der sind so konzipiert, dass bereits die Kleinsten mĂŒhelos damit umgehen können â und somit SpaĂ an der Bewegung entwickeln.
- FrĂŒhe SelbststĂ€ndigkeit: Mit einem Laufrad kann dein Kind relativ frĂŒh selbststĂ€ndig fahren und seinen natĂŒrlichen Bewegungsdrang ausleben.
- Ganzheitliches Training: Das Laufrad trainiert die gesamte Körpermuskulatur und Motorik. Dabei bewegt dein Kind Arme und Beine koordinativ, ohne ĂŒberfordert zu sein â die vertraute, gleichmĂ€Ăige Laufbewegung machtâs möglich.
- Mehr MobilitĂ€t fĂŒr die Familie: Dank Laufrad wird die ganze Familie mobiler. Dein Kind meistert gröĂere Distanzen locker, sodass lĂ€ngere SpaziergĂ€nge oder der Weg in den Kindergarten zum gemeinsamen Erlebnis werden.
- Geringere Sturzgefahr: Sollte das Laufrad kippen, kann dein Kind schnell die FĂŒĂe auf den Boden setzen oder das Rad durch Gewichtsverlagerung wieder stabilisieren.
- Glimpflichere StĂŒrze: Kommt es doch zu einem Sturz, ist das Risiko fĂŒr Verletzungen relativ niedrig. Der Grund sind die niedrige Geschwindigkeit und die geringe Sturzhöhe.
- Gleichgewicht spielerisch erlernen: Der gröĂte Vorteil? Dein Kind lernt von Anfang an, das Gleichgewicht zu halten â und das ganz spielerisch! Durch intuitive Ausgleichsbewegungen und leichte Gewichtsverlagerung bleibt das Laufrad stabil, wĂ€hrend der Gleichgewichtssinn deines Kindes geschult wird.
Die Nachteile von StĂŒtzrĂ€dern
- Kein Gleichgewichtstraining: Mit StĂŒtzrĂ€dern kann dein Kind Bewegungen nicht ausgleichen. Selbst wenn es sein Gewicht verlagert, hat das keinen Einfluss auf die Position des Fahrrads. Das fĂŒhrt auch dazu, dass das Fahrrad bei Unebenheiten oder Bodenwellen schnell den Bodenkontakt verliert und instabil wird.
- Wackeliges FahrgefĂŒhl: Statt Sicherheit zu vermitteln, machen StĂŒtzrĂ€der jede Gewichtsverlagerung fĂŒr dein Kind unangenehm wackelig. Als Reaktion darauf versucht dein Kind, diese wichtigen Ausgleichsbewegungen zu vermeiden, und belastet dauerhaft ein StĂŒtzrad â in der Annahme, dass das mehr StabilitĂ€t gibt.
- Falsche Fahrhaltung: StĂŒtzrĂ€der fördern eine falsche Haltung beim Kurvenfahren. Dein Kind neigt sich nach auĂen, statt sich â wie beim Radfahren ĂŒblich â nach innen zu lehnen. Das ist nicht nur kontraintuitiv, sondern behindert die Entwicklung eines natĂŒrlichen GleichgewichtsgefĂŒhls.
- Erschwerter Umstieg auf das Fahrrad: Ist dein Kind erst an StĂŒtzrĂ€der gewöhnt, wird der Umstieg auf ein Fahrrad ohne StĂŒtzrĂ€der deutlich schwieriger. Es muss nicht nur das falsche Fahrverhalten ablegen, sondern auch das Gleichgewichthalten von Grund auf neu erlernen â ein doppelter Lernprozess, der vermeidbar ist.
Der richtige Zeitpunkt fĂŒrs Laufrad

Der richtige Zeitpunkt fĂŒr den Start mit dem Laufrad hĂ€ngt von der individuellen Entwicklung deines Kindes ab â das Alter spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass dein Kind sicher auf zwei Beinen stehen und gehen kann.
Eines vorweg: Sei nicht enttĂ€uscht, wenn sich dein Kind nicht sofort begeistert aufs Laufrad schwingt. Oft möchten Kinder ihren neuen Begleiter erst einmal erkunden und das Rad vielleicht einfach nur schieben. Gib deinem Kind die Zeit, die es braucht â es wird selbst entscheiden, wann es bereit ist, aufzusteigen und sich auf den Sattel zu setzen.
Wenn der Moment gekommen ist, beginnen Kinder zunĂ€chst, mit dem Laufrad zwischen den Beinen zu gehen. Ăbung macht bekanntlich den Meister: Mit der Zeit werden die Schritte immer sicherer und lĂ€nger. Schon bald wechseln sie ganz intuitiv zwischen Laufen und Rollen .
Es dauert dann in der Regel nicht mehr lange, bis die Kinder die Beine immer öfter in die Luft strecken und das Gleichgewicht ĂŒber beeindruckende Strecken halten.
Auch die richtige Lenkbewegung â also die Koordination von Augen und HĂ€nden â erlernen sie meist ganz von allein. Nach kurzer Zeit steuern sie schon stolz in die ersten Kurven.
Richtig bremsen will gelernt sein
Anfangs wird gerne mit den FĂŒĂen gebremst â nach bester Fred-Feuerstein-Manier. Dennoch ist es sinnvoll, deinem Kind frĂŒhzeitig zu zeigen, wie es die Handbremse richtig nutzt. Damit legst du einen weiteren wichtigen Grundstein fĂŒr die spĂ€teren BewegungsablĂ€ufe beim Fahrradfahren.
Wichtig: Achte darauf, dass die Handbremse fĂŒr kleine HĂ€nde und kurze Finger geeignet ist. Eine schlecht erreichbare Bremse kann schnell frustrierend sein.
Genau deshalb und fĂŒr einen sicheren Stopp haben wir die woom LaufrĂ€der mit einem speziellen Bremshebel ausgestattet, der leicht zu erreichen ist und mit geringer Handkraft betĂ€tigt werden kann.
>> Warum genau eine Handbremse am Laufrad so sinnvoll ist und welche Anforderungen eine gute Handbremse erfĂŒllen sollte, erfĂ€hrst du hier.
Mit diesen Erfolgserlebnissen wird dein Kind bald wie ein Profi auf dem Laufrad unterwegs sein â als hĂ€tte es nie etwas anderes getan. So kann es unbeschwert viele Jahre FahrspaĂ genieĂen und bestens vorbereitet aufs Fahrrad umsteigen.
Bahn frei fĂŒr das erste Fahrrad!
Mit einem gut trainierten Gleichgewichtssinn und dem richtigen Lenk- und Bremsverhalten ist der Umstieg aufs Fahrrad meist ein Kinderspiel. Dank der Laufrad-Erfahrung kann sich dein Kind jetzt voll und ganz auf den neuen Bewegungsablauf konzentrieren â das Treten der Pedale.
Wie gehst du die ersten Fahrversuche mit deinem Kind am besten an?
- ErklÀren und zeigen
Bevor's losgeht, erklÀre deinem Kind die wichtigsten Funktionen des Fahrrads. Heb dazu das Fahrrad an und zeige, wie das Hinterrad durch die Bewegung der Kurbel in Bewegung gesetzt wird und wie die Bremsen funktionieren. - Das richtige GelÀnde wÀhlen
FĂŒr die ersten Fahrversuche eignet sich ein leicht abschĂŒssiges GelĂ€nde fernab vom StraĂenverkehr. Der Schwung hilft deinem Kind, die FĂŒĂe sicher vom Boden auf die Pedale zu bekommen und leichter die Balance zu finden. - Anfangs stĂŒtzen
UnterstĂŒtze dein Kind, indem du es locker an den Schultern oder am Sitz stĂŒtzt, wĂ€hrend du danebenherlĂ€ufst. Das gibt Sicherheit und verhindert ein Umfallen. - Loslassen und staunen
Nach ein paar Ăbungsrunden heiĂt's mutig sein: Trau dich und lass los! Du wirst ĂŒberrascht sein, wie schnell dein Kind selbststĂ€ndig in die Pedale tritt, das Gleichgewicht hĂ€lt und sogar kleinere Unebenheiten meistert.
Das Wichtigste auf den Punkt gebracht
Nein, StĂŒtzrĂ€der fördern ein falsches Fahrverhalten und erschweren somit das Radfahrenlernen. Die beste Vorbereitung aufs Radfahren sind LaufrĂ€der.Â
Ein Laufrad hat im Unterschied zum Fahrrad keine Pedale und wird durch die Geh- oder Laufbewegung deines Kindes angetrieben.
Das Abenteuer startet mit unserem woom WOW, dem einzigen selbst-balancierenden Laufrad von 9 bis 36 Monaten. Ab 18 Monaten können die kleinen Rider*innen auf das woom GO umsteigen.Â




