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Offroad: Wie steht’s um dein Mountainbike-Wissen? – Teil 2 (Bikepark ABC)

Sarah Schwarz

Die Natur ist ein wahrer Spielplatz für Mountainbiker*innen. Kleine Wurzeln, lustige Wellen oder stark verblockte Trails lassen das Bike-Herz höher schlagen. Ist dein Bike-Nachwuchs schon ganz heiß darauf, die Trails zu rocken? Je nach Fahrkönnen und Vorkenntnissen empfehlen wir dir, dein Kind zunächst mit den wichtigsten Obstacles, also Hindernissen, bekannt zu machen und die nötigen Fahrtechniken beizubringen. Jeder fängt mal klein an und es macht keinen Spaß, wenn dein Kind gleich zum Auftakt überfordert ist.

Als Übungsplatz werden Bikeparks immer beliebter. Während Bikeparks vor einigen Jahren noch exklusive Spaßburgen für Fortgeschrittene waren, gibt es heutzutage ein vielseitiges Angebot mit anfängertauglichen Strecken. Diese sind weniger steil, nicht so ruppig und mit kleinen Obstacles gespickt. Auf spielerische Weise erlebt dein Kind wichtige Erfolgserlebnisse und entwickelt ein gutes Gespür für Trail-Abfahrten.

Was dein Kind im Bikepark so erwartet, erfährst du in diesem kleinen Bikepark-ABC:

  • Lines: Damit sind generell die Strecken in einem Bikepark gemeint. Sie werden in verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt – so ist für jede Trailheldin und jeden Pedalritter die richtige Line dabei.
  • Anlieger: Steilkurven, bei denen der äußere Streckenrand höher ist als der innere. Anlieger gibt es auch auf allen guten MTB-Trails – entweder in natürlicher Form mit einem kleinen Erdwall oder als Wallride (Holzsteilkurve) in unterschiedlich steilen Winkeln zum Boden.
  • Table: Das ist nichts anderes als ein abgeflachter Erdhaufen bestehend aus drei Teilen: Absprungrampe und abfallende Landerampe sind durch ein flaches Mittelstück verbunden. Von der Seite betrachtet, hat ein Table die Form eines Trapezes. Wenn dein Kind das Springen mit dem Mountainbike lernen möchte, ist ein Table zu Beginn ideal, weil hier ein kurzer Sprung nicht im leeren Raum endet. Im Zweifelsfall kann dein Kind den Table auch einfach überfahren.
  • Roller: Massive Bodenwellen bzw. halbrunde Erdhügel zum Überrollen oder Überspringen.
  • Double: Eine Sprungrampe, bei der Absprung und Landung aus zwei einzelnen Rampen, in der Regel Rollern, bestehen. Dazwischen befindet sich ein Leerraum, den dein Kind zwangsläufig überspringen muss. Wenn es dein Kind schon mit Tables aufnommt, kann es sich langsam an den Jump über Doubles wagen. Zum Starten sind am besten Mini-Doubles geeignet. Der Sprung selbst wird übrigens auch Double genannt.
  • Drop: Absatz, Kante oder Stufe, die so hoch ist, dass dein Kind sie nicht einfach überfahren kann. Es ist gefordert, den Drop runter zu springen – das wird dann „droppen“ genannt. Dieser Jump erfordert neben Technik und Timing natürlich eine große Portion Entschlossenheit. Wie immer sollte dein Kind am besten klein anfangen. Ein Drop lässt sich zum Beispiel ganz gut an einer Bordsteinkante üben.
  • Kicker: Eine Absprungrampe ist perfekt für fortgeschrittene Biker, die ein bisschen „Airtime“, also Zeit in der Luft, genießen möchten.
  • Step Up: Sprungrampe, bei der dein Kind von der Absprungrampe aus auf eine höhere Ebene springt. Der Sprung ist relativ kurz und ungefährlich, weil dein Kind im Falle eines Sturzes nicht tief fällt.
  • Step Down: Ähnlich wie ein Drop mit dem Unterschied, dass sich dein Kids über eine emporragende Absprungkante herunterfallen lässt. So gewinnt es zuerst ein wenig an Höhe bevor es abwärts geht.
  • Gap: Lücke im Geländeverlauf, die dein Kind nicht befahren, sondern nur mit einem Sprung überwinden kann – dem sogenannten Gap-Jump. Bei anspruchsvollen Gaps gibt es oft die Möglichkeit, über einen Chicken Way auszuweichen.
  • Landing Airbag/Bagjump: Dieses überdimensionale Luftkissen ist speziell für Sprünge konstruiert und sorgt für den richtigen Adrenalinkick bei mutigen Rider*innen. Es gibt einfachere Kissen für Anfänger, die bei den ersten Sprungversuchen eine sanfte Landung ermöglichen. Für fortgeschrittenere Biker*innen sind Airbags ideal, um neue Tricks unfallfrei auszuprobieren. Das Kissen leistet genügend Widerstand, um anschließend einfach weiterzufahren.
  • North Shores: Holztrails, die als Brücken, Stege oder Rampen in einigen Metern Höhe über dem Waldboden aufgebaut sind. Sie sind in der Regel nicht breiter als 50 Zentimeter. Diese Hindernisse wurden nach der North Shore Area in Kanada benannt, wo sie ursprünglich dazu dienten, unbefahrbaren Waldboden zu überqueren.
  • Pumptrack: Dabei handelt es sich um eigens angelegte Rundkurse, die meist in der Ebene verlaufen und aus vielen kleinen Hügeln und Anliegern aufgebaut sind. Sie bestehen aus Holz, Asphalt, Erde oder Kunststoff. Ziel ist es, die Strecke ohne Treten durchzufahren. Die Fahrtechnik der Wahl nennt sich Pushen bzw. zu Deutsch Pumpen. Dabei bewegt sich dein Kind allein durch Gewichtsverlagerung vorwärts, also indem es Arme und Beine abwechselnd beugt und streckt. Diese Technik ist zwar ganz schön anstrengend, aber wird deinem Kind jede Menge Spaß machen. Das Pumpen ist auch im Gelände ein nützliches Werkzeug, um Hindernisse ohne zu treten flüssig zu überqueren und um aus Kurven oder Bodenwellen zusätzliche Geschwindigkeit herauszuholen.
  • Dirtparks: Die kurzen Lines bestehen aus mehreren aneinandergereihten Sprüngen, auch Dirts genannt. Für Fortgeschrittene gibt es besonders steile Kicker, um sich in die Luft befördern zu lassen und dabei Tricks auszuführen.

Sicherheit steht natürlich an erster Stelle, daher solltest du vor dem Parkbesuch unbedingt noch das Bike eures Kindes durchchecken (lassen). Welche Teile du genauer unter die Lupe nehmen solltest, haben wir in diesem Blog-Beitrag mit Videoanleitung für dich zusammengefasst. Eine Schutzausrüstung ist nicht nur sinnvoll, sondern in vielen Bikeparks auch Vorschrift. Informiere dich vorab, was dein Kind für den Parkbesuch braucht. 

Apropos Bike: Wenn dein schon regelmäßiger Gast in Bikeparks ist, bringt ein MTB mit einer Federgabel und – ganz wichtig – Scheibenbremsen, wie unser woom OFF AIR, mehr Fahrvergnügen und Sicherheit.

Unser woom OFF AIR ist das ideale Gerät für dein Kind, um sich von leichten zu schwierigen Lines zu orientieren.

Achte bei der Wahl des Bikeparks darauf, dass Trails für jedes Fahrkönnen angeboten werden. Viele Parks sind sogar besonders familienfreundlich. Diese Bikeparks könnten euch interessieren:


Übrigens, alle wichtigen Ausdrücke rund um das Trailfahren findet ihr hier.