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Gesundheit

Die bessere Medizin: 9 Gründe, warum dein Kind Rad fahren sollte

Radfahren begeistert dein Kind von klein auf für Bewegung im Freien. Die Vorteile für Körper und Geist sind vielfältig.

Sarah Schwarz


1. Radfahren macht fit

Fernseher, Smartphones und Spielkonsolen sind absolute Bewegungshemmer. Zu wenig körperliche Betätigung kann jedoch genauso wie Überernährung schon bei Kindern zu >>Übergewicht bzw. Adipositas führen. Auch andere Gesundheitsprobleme werden durch Bewegungsmangel und falsche Ernährung verursacht.

Radfahren kann hier wirksam gegensteuern: Es bringt den Stoffwechsel in Schwung, erhöht den Energieverbrauch und regt somit die Fettverbrennung an.


2. Radfahren ist Gehirnjogging

Radfahren ist nicht nur für die Fitness deines Kindes gut, sondern auch fürs Gehirn. Warum das so ist? Weil das Herz durch die körperliche Bewegung schneller schlägt und mehr Blut in den Körper pumpt. Mehr Blut bedeutet, dass mehr Sauerstoff und wichtige Nährstoffe ins Gehirn gelangen.

Das Ergebnis: Dein Kind kann konzentrierter denken und lernen.

Das ist aber noch nicht alles! Radfahren ist ein richtiger Dünger fürs Hirn: Die Bewegung kurbelt die Produktion der Neurotrophine – das sind Signalproteine – im Hippocampus an. Deren Aufgabe ist es, neue Nervenzellen sowie neue Verknüpfungen zwischen den Nervenzellen zu bilden.

So können die Nervenzellen besser miteinander kommunizieren, und das Gehirn deines Kindes wird leistungsfähiger.


3. Radfahren beugt Wohlstandskrankheiten vor

Radfahren ist ein Wundermittel gegen zahlreiche Wohlstandskrankheiten wie Rückenschmerzen, Herz-Kreislauf-Probleme und Diabetes.

Kinder, die regelmäßig in die Pedale treten, stärken nämlich verschiedene Muskelpartien. Dazu gehören sowohl die Rückenmuskulatur als auch der Herzmuskel.

Moderates Training hält das Herz deines Kindes funktionstüchtig und gesund. Zudem stärkt Bewegung die Blutgefäße und regt den Blutkreislauf an: Das Herz schafft es, mit reduzierter Herzfrequenz mehr Blut pro Herzschlag in den Körper zu transportieren. 

Radfahren ist auch ein wirksames Mittel, um den Blutzucker zu senken. Damit reduziert sich das Risiko, im jugendlichen Alter an einer Typ-2-Diabetes zu erkranken.


4. Radfahren stärkt das Immunsystem

Kinder, die regelmäßig Rad fahren, haben ein leistungsfähigeres Immunsystem. Das liegt daran, dass der Körper bei körperlicher Aktivität nicht nur mehr, sondern auch leistungsstärkere weiße Blutkörperchen sowie andere wichtige Substanzen im Blut bildet.

So bezwingt das Immunsystem Viren und andere Krankheitserreger.

Ein positiver Zusatzeffekt: Bei einem Radausflug an der frischen Luft nimmt dein Kind viel Licht über die Haut und über die Augen auf. Der Körper kann mehr Vitamin D produzieren, wodurch wiederum die Abwehrkräfte gestärkt werden.

Außerdem wirkt sich Licht positiv auf den Hormonhaushalt und damit auf die Stimmung aus.

An einem strahlenden Sonnentag hat Licht eine Beleuchtungsstärke von 100.000 Lux, während eine Innenraumbeleuchtung nur ca. 400 Lux bietet. Sogar an einem bedeckten Tag kann man draußen noch etwa 5.000 Lux aufnehmen.

Also ab aufs Rad und Licht tanken!


5. Radfahren fördert den Muskelaufbau

Schon nach zehn Minuten Fahrradfahren wird fast die gesamte Körpermuskulatur deines Kindes gut durchblutet und gekräftigt:

  • Das Treten trainiert die Bein- und Gesäßmuskulatur.
  • Beim Lenken benötigt dein Kind die Arm-, Rücken- und Brustmuskulatur.
  • Um das Gleichgewicht zu halten, werden Bauchmuskeln und die tiefer liegenden, kleinen Rückenmuskeln zwischen den Wirbeln beansprucht.

Beim Radfahren müssen viele Muskelgruppen perfekt zusammenarbeiten. Somit ist es das ideale Gegenprogramm zu Bewegungsmangel und eignet sich dazu, Rückenbeschwerden vorzubeugen.

Warum Radfahren die ideale Sportart für den Rücken ist und wie dein Kind die richtige Haltung einnimmt, kannst du >>hier nachlesen.


6. Radfahren stärkt die Gelenke

Fahrradfahren ist wie eine Frischzellenkur für die Gelenke:

Einerseits ist es eine besonders gelenkschonende Sportart, weil das Fahrrad den Großteil des Körpergewichts trägt.

Andererseits sorgt die kreisförmige und regelmäßige Beinbewegung dafür, dass wichtige Nährstoffe, die mit der Nahrung aufgenommen werden, in den Gelenkknorpel befördert werden.


7. Radfahren macht glücklich

Das können wir natürlich nur bestätigen. :-) Neben den vielen positiven Effekten auf die physische Gesundheit deines Kindes tut Radfahren tatsächlich auch der Psyche gut.

Bei einem Radausflug im Grünen sammeln Kinder viele schöne Eindrücke und nehmen die Umgebung intensiv wahr.

Der Duft der Natur im Wechsel der Jahreszeiten, der kühlende Fahrtwind oder die wärmende Sonne auf der Haut bewirken, dass Glückshormone ausgeschüttet werden. Das schafft ein angenehmes Körpergefühl und gute Laune.


8. Radfahren verbessert die Motorik und schärft die Sinne

Die motorische und sensorische Entwicklung in jungen Jahren bildet eine wichtige Grundlage für viele andere Fähigkeiten. Radfahren ist eine super Möglichkeit, um verschiedene motorische und sensorische Kompetenzen zu fördern:

Bereits beim >>Laufradfahren lernt dein Kind das Gleichgewichthalten, Lenken und Bremsen. Mit dem ersten Fahrrad kommen das Treten und – spätestens jetzt – das Betätigen der Handbremsen hinzu. Hat dein Kind das Fahrrad gut im Griff, ist es Zeit für die erste Gangschaltung und das Fahren im Straßenverkehr.

Kinder entdecken und erforschen die Welt über ihre Sinne, also indem sie Reize aus der Umwelt über verschiedene Sinneskanäle aufnehmen und im Gehirn verarbeiten.

Radfahren sensibilisiert die Wahrnehmung in besonders vielen Bereichen:

Neben der Entwicklung eines guten Gleichgewichtssinns lernen Kinder, auf Geräusche zu hören und die Geräuschquelle mit den Augen zu suchen. Durch Übung können sie Gefahren im Straßenverkehr immer besser einschätzen. Auf einem Radausflug entdecken Kinder die vielen Seiten der Natur.


9. Radfahren macht selbstständig und verbindet

Einfach in den Sattel schwingen und raus in die Welt! Egal ob im Wald, durch den Park oder in die Schule – das Fahrrad ermöglicht deinem Kind schon früh, größere Distanzen als zu Fuß zurückzulegen.

Mobil zu sein bedeutet viele neue Abenteuer, aber auch ein riesiges Stück Selbstständigkeit und persönliche Freiheit.

Intensive gemeinsame Erfahrungen sind außerdem wichtig für die soziale und emotionale Entwicklung von Kindern.

Gerade im Sport werden Emotionen durch kleine Momente ausgelöst: die ersten erfolgreichen Tretversuche oder der Ärger über einen kleinen Sturz.

Zudem bringt Sport Menschen zusammen – diese Erkenntnis ist nicht neu und gilt für jedes Alter. Gemeinsam mit dem Rad durch Pfützen zu sausen oder über eine kleine Rampe zu hüpfen – das sind magische Momente in der Kindheit.

Und genau diese kleinen Erlebnisse sind es, die Familien zusammenschweißen und Freundschaften auszeichnen.

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