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mountainbiken

Der perfekte Ausgleich: Darum stärkt Mountainbiken die Gesundheit deines Kindes

Katrin Kollegger ist Allgemein- und Arbeitsmedizinerin sowie zweifache Mama. Im Gespräch mit woom erklärt sie, warum Mountainbiken die Gesundheit von Kindern stärkt und ihre Entwicklung fördert.  

Sarah Schwarz,
11.3.2023

Mit dem Mountainbike Abenteuer erleben und über Stock und Stein düsen  – Dr. Katrin Kollegger ist ein Fan vom Mountainbiken und von woom bikes. 


Was westlicher Lebensstil, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung bewirken, sieht Katrin Kollegger tagtäglich in ihrer Praxis. Die Allgemeinmedizinerin aus Wien beobachtet und betreut seit vielen Jahren Menschen von Jung bis Alt, und kennt die Herausforderungen in den unterschiedlichen Phasen des Lebens. Zusammen mit uns hat sie die wichtigsten Gründe zusammengestellt, die das Mountainbiken zu einer großartigen Sportart mit zahlreichen Vorteilen für Geist und Körper von Kindern machen. 



1. Früh übt sich: Mountainbiken macht fit fürs Leben


Die Basis für ein aktives Leben wird im Kindesalter gelegt. Immer mehr Kinder in den Industrieländern bewegen sich jedoch zu selten und ernähren sich nicht richtig. Laut WHO sind diese schlechten Gewohnheiten und Unwissen über die langfristigen Auswirkungen dafür verantwortlich, dass chronische Erkrankungen und Gesundheitsprobleme zunehmen.

„Zunehmende Inaktivität in Kombination mit einem Überangebot an hochkalorischen Lebensmitteln führt dazu, dass das Gewicht vieler Kinder nicht mehr der Altersnorm entspricht. Kinder, die schon in jungen Jahren Gewichtsprobleme haben, sind häufig auch im Erwachsenenalter von Übergewicht betroffen, was Diabetes, Bluthochdruck und Herz- Kreislauferkrankungen begünstigt."

Allgemeinmedizinerin Katrin Kollegger

Ein früher Einstieg in den Sport erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen als Erwachsene ein körperlich aktives und gesundes Leben führen. 

Und: als Kind fällt der Einstieg um einiges leichter als im Erwachsenenalter.

Zwischen acht und zehn Jahren ist zum Beispiel die motorische Lernfähigkeit von Kindern sehr hoch. Das ist die Fähigkeit, sich neue Bewegungsfertigkeiten (wie Radfahren, Ballspiele oder Schwimmen) anzueignen.

Kinder haben einen inneren Bewegungsdrang. Und sie lieben Herausforderungen:

„Mountainbiken ist hierfür besonders geeignet, weil es eine gleichermaßen anspruchsvolle wie abwechslungsreiche Sportart ist, die auf unterschiedlichen Leistungslevels in der Natur und zusammen mit Freund*innen ausgeübt werden kann.“

Allgemeinmedizinerin Katrin Kollegger
Tipp:

Kindern soll Mountainbiken in erster Linie Spaß machen. Je spielerischer du eure Tour gestaltest, desto schneller wirst du dein Kind fürs Mountainbiken begeistern. >> Hier haben wir Tipps für dich gesammelt!


2. Mountainbiken stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl

 

Mountainbiken ist der perfekte Sport, um gemeinsam etwas zu erleben. Hat dein Kind eine gute Grundkondition und Fahrtechnik aufgebaut, kann es nämlich auch mit älteren Kindern gut mithalten.

Gerade wenn du Kinder mit einem größeren Altersunterschied hast, kann es anfangs herausfordernd sein, als Familie Sport zu betreiben. Hat dein jüngeres Kind aber das Mountainbike-Alter erreicht, ist vieles möglich. 

Mountainbiken ist somit eine super Freizeitaktivität für die ganze Familie:

„Starke, gemeinsame Momente – wie wir sie im Sport erleben – verbinden und definieren uns als Gruppe. Das schafft die Basis für wertschätzende Begegnungen im Freundeskreis oder auch innerhalb der Familie und stärkt den Zusammenhalt.”

Allgemeinmedizinerin Katrin Kollegger
Tipp:

Apropos Familienzeit: 

Ein MTB-Urlaub mit Kindern bietet jede Menge Abenteuer. Ab welchem Alter so ein Urlaub möglich ist und wie ihr euch darauf vorbereitet, haben >> hier die Expert*innen von woom mit der Österreich Werbung für dich beantwortet.


3. Mountainbiken stärkt Muskeln, Gelenke und Rücken

 

Kinder sitzen heute oft zu viel. Die Gründe dafür sind vielfältig: Einerseits haben Kinder mit dem Schuleintritt weniger Freizeit und sitzende Tätigkeiten bestimmen danach den Tagesablauf.

Andererseits verbringen Kinder heute mehr Zeit vor Bildschirmen. Die Folge? Die Muskelstärke und der Spannungszustand der Muskulatur verändern sich und langfristig kann es zu Fehlhaltungen und auch Schmerzen kommen. 

Katrin Kollegger beobachtet in ihrer täglichen Arbeit als Arbeitsmedizinerin vor allem eins: Oft verharren wir im Alltag viele Stunden in fixierten Positionen oder führen dieselben Bewegungen immer wieder aus – das führt zu einem Ungleichgewicht der beanspruchten Muskeln.

Hier kann Mountainbiken Abhilfe schaffen, weil sich dein Kind dabei richtig austoben kann und nebenbei seine Fitness und Muskulatur stärkt.

Um die Stöße durch Unebenheiten im Gelände abzufedern, ist die Oberarmmuskulatur, also Bizeps- und Trizeps, hochaktiv und abwechselnd im Einsatz. Der Gesäßmuskel und die Beinmuskeln werden bei jedem Tritt in die Pedale gefestigt und im Bereich der Wirbelsäule werden besonders die tiefliegenden Muskeln zwischen den Wirbeln trainiert, die so wichtig für die Stabilität des Rumpfes sind, denn:

„Eine kräftige Muskulatur schützt wiederum die Gelenke und Wirbelsäule vor Verletzungen. Und das alles hat den Vorteil, dass es sich nicht nach Training anfühlt, weil immer der Spaß im Vordergrund steht.“

Allgemeinmedizinerin Katrin Kollegger

>> Mehr zum Thema Radfahren und Kinderrücken liest du hier.


4. Mountainbiken ist „Knochentraining"

 

Das Knochengewebe bildet sich ständig um, im Wachstum nimmt die Knochenmasse zu und erreicht mit circa 20 Jahren ihren Höchststand. Jede körperliche Aktivität stimuliert die Funktion der Knochenzellen – besonders förderlich sind High-Impact-Sportarten. Damit sind Aktivitäten mit hohen Stoß- und Zugbelastungen gemeint: etwa Handball, Fußball oder Tennis.

„Beim Mountainbiken im Gelände werden viele Impulse auf den Körper übertragen und das kann sich positiv auf den Knochen auswirken.“

Allgemeinmedizinerin Katrin Kollegger


5. Mountainbiken macht die Atemwege frei

 

Praktisch frei von Feinstaub und Schadstoffen enthält Waldluft viel Feuchtigkeit und verströmt einen gesundheitsfördernden Duftcocktail aus ätherischen Ölen, Harzen und Pflanzensäften.

Beim Mountainbiken ist dein Kind viel auf Trails im Wald unterwegs, wo die frische, gesunde Waldluft die Lungen bis in die kleinsten Verzweigungen durchflutet.

“Unsere Atemwege sind mit feinen Flimmerhärchen ausgestattet, die zur Reinigung dienen. So werden Schleim und unerwünschte Substanzen aus der Lunge befördert. Die Kids trainieren also gleichzeitig ihre Lungenfunktion und sind weniger anfällig für Infekte.”

Allgemeinmedizinerin Katrin Kollegger


6. Mountainbiken bringt Kinder vom Bildschirm weg

 

Kinder sind im Alltag einer Vielzahl von Reizen ausgesetzt. Der Einfluss von digitalen Medien ist enorm und alle diese Informationen werden vom Gehirn zu Reaktionen verarbeitet.

Damit das neu Erlernte verknüpft und abgespeichert werden kann, ist es entscheidend, dass du deinem Kind Ruhephasen und Alternativen bietest.

„Im Wald-Setting herrscht eine natürliche Ordnung und Ruhe, so gewinnt das parasympathische Nervensystem* die Oberhand und im Körper stellen sich Entspannung und Wohlbefinden ein.“

Allgemeinmedizinerin Katrin Kollegger


Außerdem ist Mountainbiken eine Aktivität, bei der dein Kind in den Moment eintauchen kann und sich voll und ganz auf sich, sein MTB und die Strecke konzentrieren muss.

„Die rhythmische Tretbewegung hilft Körper und Geist zu harmonisieren und Verspannungen zu lösen."

Allgemeinmedizinerin Katrin Kollegger
Tipp:

Während einer kleinen Pause kann dein Kind die Natur um sich herum bewusst wahrnehmen, schöne Blumen entdecken und Waldtiere beobachten.

* Das parasympathische Nervensystem ist Teil des vegetativen Nervensystems, die Funktionen laufen automatisch ab und entziehen sich unserem Willen. Dieses System kontrolliert die Muskulatur aller Organe, regelt also lebenswichtige Körperfunktionen wie Herztätigkeit, Atmung, Kreislauf, Stoffwechsel und Verdauung.


7. Mountainbiken befreit

 

Kinder lernen täglich Neues. Sie entwickeln sich schnell weiter und sind sehr anpassungsfähig. Vertraue als Elternteil darauf, dass dein Kind auch in jungen Jahren vieles ganz alleine schafft. Je früher dein Kind lernt, die kleinen und großen Herausforderungen des Lebens selbst zu meistern, desto besser ist es vor Stress geschützt.

Generell ist Sport ein super Ausgleich zu den Herausforderungen in der Schule und im Alltag. Das Tolle am Mountainbiken?

  • Dein Kind bewegt sich an der frischen Luft und im Grünen.
  • Dein Kind kann größere Distanzen zurücklegen – das bedeutet neue Orte und Eindrücke.
  • Wenn der Fahrtwind durch die Haare weht, hat dein Kind ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer. 

Die Kombination aus Bewegung und Naturerlebnis hilft deinem Kind, den Kopf frei zu bekommen, Distanz zum Alltag aufzubauen, sich zu erholen und angenehm müde zu werden.

„Gerade die Jahre der hormonellen Umstellung in der Pubertät sind eine besondere Entwicklungsphase im Leben der Kinder. Mountainbiken kann helfen, Spannung aus dem Körper zu nehmen und Stress abzubauen: Alle, die sich regelmäßig betätigen, kennen das entspannte und unbeschwerte Gefühl, das sich nach dem Sport einstellt – auch Sorgen und negative Gedanken rücken vorübergehend in weite Ferne.“

Allgemeinmedizinerin Katrin Kollegger


8. Mountainbiken ist Augentraining

 

Der häufige Blick aufs Display gehört heute zum Alltag. Sitzt dein Kind täglich mehrere Stunden vor Tablet und Handy, kann das Fehlsichtigkeiten begünstigen. 

Katrin Kollegger beobachtet, dass durch das Starren auf den Monitor aus kurzen Distanzen sowie fehlendes natürliches Licht zunehmend mehr jüngere Menschen mit Sehbehelfen behandelt werden müssen.

Daher rät die Allgemeinmedizinerin:

"Viel Tageslicht und der Blick in die Weite sorgen für den notwendigen Ausgleich und fördern die normale Entwicklung. Beim Mountainbiken kann das Auge entspannen, was der Ausbildung von Fehlsichtigkeiten entgegenwirkt.“

Hast du gewusst? Ein starkes Immunsystem braucht Vitamin D. Und das kann der Körper selbst herstellen – vorausgesetzt er bekommt genügend Sonnenlicht auf die Haut.


9. Mountainbiken trainiert Körperwahrnehmung und Reaktion

 

Fokus und Konzentration werden durchs Mountainbiken trainiert. Außerdem Gleichgewichtssinn, Geschicklichkeit und Koordination.

Dein Kind muss stets vorausschauend und mit vollem Körpereinsatz fahren. Natürlich auch schnell reagieren, um Hindernissen ausweichen und seinen Körper bei einem abrupten Abstieg schützen zu können.

Nicht nur im Sport, auch im Alltag sind diese Fähigkeiten relevant: 

„Kinder mit diesen Fähigkeiten haben ihren Körper besser unter Kontrolle und können im Alltag schneller auf Unvorhergesehenes reagieren. Das kann sie wiederum vor Stürzen schützen und somit die Verletzungsgefahr verringern."

Allgemeinmedizinerin Katrin Kollegger


10. Mountainbiken stärkt das Selbstvertrauen


Im Jugendalter werden außerdem das eigene Aussehen und Körperbild immer wichtiger. Sport wie Mountainbiken kann maßgeblich dazu beitragen, dass dein Kind seinen im Wachstum befindlichen Körper positiv wahrnimmt und sich wohl in seiner Haut fühlt.

Dein Kind lernt beim Sport, sowohl Ängste zu überwinden als auch bewusst kleine Erfolge wahrzunehmen und zu feiern: Der erste Flow-Trail oder die erste Wurzel, die dein Kind mit dem MTB überfährt, sind wichtige Erfolgserlebnisse, die das Selbstvertrauen stärken. 

„Beim Mountainbiken lernen Kinder sich und ihren Körper, mit seinen Stärken und Schwächen, besser kennen und einzuschätzen. Ein gestärkter Körper und eine gesunde Körperwahrnehmung wirken sich positiv auf das Selbstbewusstsein aus. Sport macht also nicht nur körperlich, sondern auch mental fit."

Allgemeinmedizinerin Katrin Kollegger


Katrin Kollegger arbeitet als Allgemeinmedizinerin und  Arbeitsmedizinerin in Wien. 

Regelmäßige Bewegung und Sport sind ihr wichtig und das versucht sie ihren Kindern im Alltag auch vorzuleben und zu vermitteln.

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