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So begeistert ihr euer Kind fürs Mountainbiken

Sarah Schwarz
Sarah Schwarz

Mountainbiken = Spaß + Abenteuer. Dieser Gleichung können wir nur zustimmen! Vor allem wenn ihr mit eurem Kind unterwegs seid, sind das die richtigen Zutaten für eine gelungene (erste) Mountainbike-Tour.

Was Kindern Spaß macht, machen sie gerne – und die Welt auf zwei Rädern zu erkunden, sollte definitiv dazu gehören. Damit auch euer Kind zum begeisterten Mountainbiker wird, haben wir im Folgenden die wichtigsten Tipps und Tricks rund ums Mountainbiken mit Kindern für euch zusammengefasst:

Passendes Bike und richtige Ausrüstung

Die Grundvoraussetzung für Spaß am Mountainbiken ist ein Bike, das zu eurem Kind passt. Das bedeutet einerseits, dass es auf die Körpergröße und Proportionen eures Kindes zugeschnitten ist und andererseits den Anforderungen an sportliches Fahren im Gelände und auf ruppigem Untergrund standhält. Berücksichtigt bei der Wahl des richtigen Mountainbikes für euer Kind die folgenden Punkt:

  • Größe: Das Bike sollte nicht zu groß und nicht zu klein, sondern passgenau sein!
  • Gewicht: Je leichter das Bike, desto besser.
  • Ergonomie: Der Rahmen sollte ein einfaches Auf- und Absteigen ermöglichen. Außerdem sorgen ein tiefer Schwerpunkt und langer Radstand für Stabilität und erleichtern somit das Gleichgewichthalten.
  • Komponenten: Achtet auf einen Sattel der zur kindlichen Beckenanatomie passt sowie auf eine leichtgängige Schaltung und gut erreichbare Bremshebel, die mit wenig Kraft eine gute Bremsleistung erzielen, wie Scheibenbremsen. Auf Klick-Pedale, bei den der Schuh fest mit dem Pedal verbunden ist, solltet ihr bei MTB-Neulingen verzichten.
  • Breite Reifen mit einem grobstolligen Profil sorgen für maximalen Komfort und guten Grip auf lockerem Untergrund.

Mehr Infos zum Thema Kinder-Mountainbike könnt ihr hier nachlesen.

Mit der richtigen Ausrüstung und Bekleidung ist euer Kind gut geschützt vor Sonne, Wind, Regen oder bei kleinen Stürzen. Neben der Grundausrüstung wie einem perfekt sitzenden Helm, rutschfesten Schuhen und atmungsaktiver Bekleidung sind eine Brille und Radhandschuhe ein ganz wichtiger Schutz. Eine Liste mit dem richtigen Equipment findet ihr perfekt sitzenden Helm, rutschfesten Schuhen und atmungsaktiver Bekleidung sind eine Brille und Radhandschuhe ein ganz wichtiger Schutz. Eine Liste mit dem richtigen Bike-Equipment haben wir hier für euch zusammengestellt.

 

Richtige Route

Nicht der Gipfel ist das Ziel, sondern das Fahren! Für Kinder ist ein Bike-Ausflug kein Fitness-Training, es ist Spielen, Spaß und Spannung. Kinder sind neugierig und voller Entdeckungslust. Zieht euer Kind am besten schon bei der Routenwahl mit ein und zeigt ihm auf einer Karte, wo es hingeht und was es erwartet – das weckt die Vorfreude und euer Kind bekommt eine bessere Vorstellung von der geplanten Tour.

Ausdauer und Streckenlänge: Bei der Wahl der Strecke solltet ihr euch an eurem jüngsten oder unerfahrensten Kind orientieren. In erster Linie sollte die Route nicht zu steil, schwierig oder lang sein, sonst wird der Ausflug schnell zur Qual für euer Kind und euch. Passt die Route individuell an das Fahrkönnen und die Kondition eures Kindes an – ihr könnt bestimmt am besten einschätzen, was möglich ist oder es überfordern würde. Die jeweilige Tagesform spielt natürlich auch eine entscheidende Rolle.
Im Zweifelsfall solltet ihr lieber mit einer kürzeren Tour beginnen, an die ihr zum Beispiel gegen Ende hin noch eine Extrarunde dranhängen könnt, wenn euer Kind noch Lust auf mehr hat. Tastet euch nach und nach an immer längere Strecken und spannende Trails heran.

Tipp: Gerade bei den ersten längeren Ausflügen macht es Sinn, eine Route nahe einer fahrradfreundlichen Bahn- oder Busverbindung zu wählen. Ist euer Kind plötzlich erschöpft oder überrascht euch eine Gewitterwolke, könnt ihr euren Ausflug gemütlich mit den Öffis beenden. ;)

Abenteuer: Laaange Forststraßen können schnell langweilig werden. Ein ganz wichtiges Routenkriterium ist daher Abwechslung: Neben Bachläufen, entlang eines Sees oder auf Waldwegen bleibt die Tour am spannendsten für euer Kind. Dort kann euer Kind auf Entdeckungstouren gehen, die Natur erforschen oder auch einfach mal in seiner Fantasie freien Lauf lassen – schnell verwandelt sich ein Wald in einen abenteuerlichen Dschungel oder das Mountainbike in ein Pferd, auf dem euer Kind über Stock und Stein galoppiert.

Besonders abenteuerlich könnt ihr eurem Kind das Mountainbiken in einem Bikepark machen. Die meisten Parks haben für jedes Niveau die richtige Strecke im Angebot. MTB-Neulingen machen Pumptracks richtig viel Spaß – dort können Kids ganz spielerisch ihr Fahrkönnen verbessern. In Bikeparks tummeln sich meist auch viele andere Kinder und richtige Bike-Pros, von denen sich euer Kind bestimmt ein paar Tipps abholen kann.
Auch mit Trails könnt ihr bei eurem Bike-Nachwuchs ordentlich punkten. Als Einstieg ist ein Flow Trail genau das richtige – wie eine Achterbahnfahrt durch den Wald. Wo ihr richtig coole Trails erleben könnt, lest ihr übrigens hier.

Ziel und Zwischenziele: Ein aufregendes Ziel hilft gegen Motivationslöcher unterwegs. Gerade auf längeren Touren solltet ihr euer Kind unbedingt mit kleinen Etappenzielen und Belohnungen bei Laune halten. Die Aussicht auf einen Hüpfer in den See, eine Kugel Eis oder einen Abenteuerspielplatz wird bei eurem Kind ungeahnte Kraftreserven mobilisieren – kleine Durchhänger sind da schnell überwunden.

Flexible Pausenplanung

Je nach Länge der Tour und individueller Tagesverfassung solltet ihr regelmäßig Pausen einlegen. Der ideale Platz kann zum Beispiel ein Bachufer oder See sein, wo sich euer Kind ein wenig austoben oder einfach nur die Füße ins Wasser hängen lassen kann. Nach einem kleinen Picknick tritt euer Kind gestärkt und motiviert in die Pedale.
Achtet generell darauf, dass euer Kind ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Kinder sind viel empfindlicher als Erwachsene und vergessen in der Aufregung oft zu trinken. Gerade bei sportlicher Betätigung und bei Hitze ist Trinken ganz wichtig, damit der Körper optimal funktioniert. Leere Akkus sind mit einem Müsliriegel, Gemüsesticks oder einem belegten Brot schnell wieder aufgefüllt.
Macht auch bei Trailabfahrten genügend Pausen, sei es nur, um die Hände kurz auszuschütteln oder die verrutschte Brille wieder gerade zu richten.

Spielen

Ihr könnt unterwegs auch kleine Spiele zur Auflockerung und Abwechslung einbauen. In der Natur findet ihr viele kleine Hilfsgegenstände für Geschicklichkeitsspiele: Mit Tannenzapfen könnt ihr einen kleinen Slalomparcours aufbauen oder eine Stopplinie für punktgenaues Bremsen markieren.

Trommelt Familie und Freunde zusammen

Mit dem gleichaltrigen Cousin oder der besten Freundin macht die Bike-Tour gleich doppelt so viel Spaß. Kids lernen voneinander, unterstützen und motivieren sich gegenseitig und – ganz wichtig – sie werden nicht so schnell müde. Außerdem erleben die Kinder gemeinsam kleine und große Abenteuer, die sie lange miteinander verbinden.

Ehrliches Lob

Spart nicht mit Lob, wenn euer Kind etwas Neues ausprobiert, beispielsweise wenn es gerade zum ersten Mal eine Wurzel mit dem Bike überfahren oder sogar übersprungen hat. Und motiviert es bei kleinen Hopplas mit positiven Worten zum Weitermachen. Das stärkt das Selbstbewusstsein und erfüllt euer Kind mit Stolz.

Mit diesen Tipps steht dem schönsten Hobby der Welt nichts mehr Weg. Wir wünschen euch viel Spaß auf der Tour und viele magische Bike-Momente!